Die Winkelfehlsichtigkeit

Was ist Winkelfehlsichtig?

Winkelfehlsichtigkeit ist ein Sehfehler, der bei vielen Menschen vorhanden ist und mit sogenannten Prismenbrillen korrigiert werden kann.
Dieser Sehfehler kann unter anderem ...

... unbefriedigendes oder schlechtes Sehen verursachen,
... zu anstrengendem oder ermüdendem Sehen führen,
... zu Augenbrennen, Augentränen, roten Augen führen,
... Augenschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne auslösen,
... Verspannungen im Hals-, Nacken- und Schulterbereich verstärken,
... störende Lichtempfindlichkeit verursachen.


Wenn bei Ihnen eine der hier genannten Auffälligkeiten besteht und eine Erkrankung als Ursache nicht gefunden wurde, ist eine Überprüfung auf Winkelfehlsichtigkeit zu empfehlen. Dies gilt auch dann, wenn Sie das Empfinden haben, ausreichend scharf zu sehen und unabhängig davon, ob Sie bereits eine Brille benutzen oder nicht.
In den meisten Fällen können durch Winkelfehlsichtigkeit bedingte Beeinträchtigungen durch die richtige Prismenbrille vermindert oder sogar beseitigt werden.


Wenn das beidäugige Sehen perfekt funktionieren soll, dann müssen sich beide Augen genau auf das jeweils angeblickte Objekt ausrichten.
Es gibt Augenpaare, bei denen dieser Vorgang problemlos abläuft, weil sie sich nach dieser genauen Ausrichtung in der anstrengungsärmsten Augenstellung befinden.

 
Winkelfehlsichtige Augen befinden sich bei genauer Ausrichtung jedoch nicht in der anstrengungsärmsten Augenstellung.
Für sie ist das 'richtige' Sehen anstrengend. Das Sehen bei Winkelfehlsichtigkeit stellt stets einen Kompromiß dar. Einerseits erfordert jede Abweichung von der anstrengungsärmsten Augenstellung eine besondere Anstrengung der Augenbewegungsmuskeln, andererseits führt jede Abweichung von der exakten Ausrichtung zu schlechterem Sehen bis hin zu Doppeltsehen.



Wie wird Winkelfehlsichtigkeit festgestellt?

Winkelfehlsichtigkeit kann mit der seit mehr als 40 Jahren sehr erfolgreich durchgeführten Mess- und Korrektionsmethodik nach H.-J. Haase (MKH) von darin ausgebildeten Augenoptikern und Augenärzten gemessen werden.
Bei dieser Messung erkennt der Untersucher die anstrengungsärmste Augenstellung und ermittelt genaue Messwerte. Diese bilden die Basis für die Anfertigung einer Prismenbrille.




Kinder mit Winkelfehlsichtigkeit:

Sie erzielen mitunter eine ordentliche Einzelaugen-Sehschärfe, können jedoch die beiden Einzelbilder der Augen nur mit Höchstanstrengung oder gar nicht zu einem entspannten guten Einfachbild verschmelzen. Die Folge können Anstrenungsbeschwerden sein.
Bereits erfolgte Einstufung in ADS/AHDS, LRS oder Dyskalkulie sind Hinweise auf ein Sehfunktionsdefizit.

Nachstehende Auffälligkeiten Ihres Kindes können Hinweise auf eine eventuell vorhandene Winkelfehsichtikeit sein:
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Bauchschmerzen, Schweißausbrüche
  • aggressiv, weinerlich, geräuschempfindlich
  • malt nicht gern aus, malt beim Ausmalen über die Striche
  • kann nicht präzise mit der Schere ausschneiden
  • hat Schwierigkeiten beim genauen Falten von Papier

  • lernt sehr spät, die Schuhe zu binden
  • kann einen zugeworfenen Gegenstand schlecht fangen
  • kann nicht auf der Linie schreiben
  • kann vorgezeichnete Buchstaben nicht exakt nachfahren
  • ist unsicher, radiert oft

  • lässt Buchstaben beim Schreiben oder Lesen weg
  • vertauscht Buchstaben in der Reihenfolge
  • verwechselt Endungen
  • liest ganz andere Worte als auf der Vorlage gegeben sind
  • ist oft verträumt

  • ermüdet leicht
  • ist ein "Zappelphilipp"
  • große Neiung zu Flüchtigkeitsfehlern
  • schlechte Handschrift
  • starke Lernunlust
  • geringe Belastbarkeit in der Schule

siehe auch >> ivbs <<
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